Montag, Juli 18, 2016

Bis zu fünf Drohnen vom Typ "Heron TP" aus Israel will Verteidigungsministerin von der Leyen für die Bundeswehr erwerben, doch nun verzögert sich die Anschaffung. Laut einem "Spiegel"-Bericht hat ein US-Hersteller gegen die Vergabe geklagt.

Die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr verzögert sich. Wie der "Spiegel" berichtet, klagt ein US-Hersteller gegen die Vergabe des Auftrags nach Israel. Nun müsse sich die Vergabekammer mit den Vorwürfen der US-Firma General Atomics beschäftigen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dem Nachrichtenmagazin. Derzeit sei nicht absehbar, wie stark die Beschwerde das Projekt zurückwerfe.

Bei der Luftwaffe habe es eine Präferenz für das US-Modell "Predator" gegeben, schreibt der "Spiegel". Im Verteidigungsministerium habe es jedoch politische Bedenken gegeben, eine Drohne zu beschaffen, die vor allem wegen gezielter Tötungen von Terrorverdächtigen durch die USA bekannt geworden ist.

Hoffnung auf Know-how-Transfer

Anfang des Jahres hatte Ministerin Ursula von der Leyen dann entschieden, drei bis fünf Drohnen vom Typ "Heron TP" aus Israel zu leasen, die mit Raketen bestückt werden können. Ihr Ministerium begründete die Entscheidung für die israelische Drohne unter anderem mit einer kürzeren Lieferzeit und der Hoffnung auf Know-how-Transfer begründet, der für die Entwicklung einer "Euro-Drohne" nützlich sein kann.

Denn der Deal soll lediglich eine Übergangslösung sein: Wenn alles wie geplant läuft, soll etwa 2025 eine europäische Aufklärungs- und Kampfdrohne in Produktion gehen, die Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Italien entwickeln will.

http://www.tagesschau.de/inland/drohnen-vonderleyen-101.html


Etiketten: Drohnen

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